Filmtipp: “Wallstreet 2: Geld schläft nicht”

Heute abend schon etwas vor? Nein? Was spricht dann gegen einen Kinobesuch, um das Revival von Michael Douglas alias Gordon Gekko, dem untriebigen Börsenmakler, und damit auch ein Stück weit Zeitgeschichte zu zelebrieren. In den USA führte der Titel wie sein Vorgänger von 1987 bereits die Kinocharts an. Regie führte auch diesmal Oliver Stone. Die Story beginnt in aller Kürze wie folgt: Nachdem für Mister Gekko der erste Teil aufgrund von Insiderhandel im Gefängnis ausging, beginnt die Fortsetzung mit seiner Rückkehr in die neue (Finanz-)Welt. Doch wirklich dazu gehört er längst nicht mehr. Mittlerweile dominiert, nach der Finanzkrise im Herbst 2008, die Vernunft und ein wenig mehr Gelassenheit an der Südspitze Manhattans. Von Diadochenkämpfen ist da oben nur wenig zu merken – bei seinen Nachfolgern in den nicht geerdeten Designbüros der Skyskraper. Familiär steht es ebensowenig zum Besten. Die Tochter Winnie (Carey Mulligan) misstraut dem egomanischen Vater. Nur mit deren Verlobten Jake (Shia LaBeouf), der selbst an der Börse tätig ist, scheint Gekko so etwas wie ein Vertrauens-verhältnis aufzubauen, das ihm jedoch bald zu Manipulationszwecken dient. Denn wie gab der Broker schon vor zwei Jahrzehnten zu: “Gier ist gut.”, das Bonmot, das eigentlich gar keines war. Oder sollte sich der alte Herr am Ende doch der moralischen Werte besinnen? Weiteres verrät der Film!

Lands’ End Canvas


(Bildquellen: filmkinotrailer.com, meistermochi.de)

Chino: Neue Bein-Silhouette mit alter Geschichte

We proudly present: Das vierte Kleidungsstück, das für die härtesten Outdoor-Bedingungen konzipiert worden war (nach dem Trenchcoat, dem Cardigan und dem karierten Holzfällerhemd) – die Chino Hose. Sie wurde Mitte des 19. Jahrhundert von französischen und britischen Soldaten im Kolonialkrieg getragen. Und fand danach auch im zivilen Leben Einkehr. Der Name, Chino, rührt davon, dass schon damals die Hosen kostengünstig in China produziert wurden und im spanischen Sprachraum der Kolonialzeit “China” zu “Chino”, dem spanischen Wort für Chinese abgewandelt wurde.
Was die Farben des Twillstoffs angeht, passten die Chinos sich schon immer an ihre natürliche Umgebung an. Helle Töne wie Beige oder Camel sind am verbreitesten, auch weil die Chino die typische Sommerhose ist, worin die Modemagazine dieses Jahr auch ihre Leserschaft bestärkten. Praktisch: Die Chino hat keine breiten Umschläge, um Stoff zu sparen. Deswegen lässt sie sich locker nach oben krempeln.
Nach unten rutschte dafür in den Neunzigern der Schritt, als die Chino, allen voran die aus dem Hause des Arbeitsbekleidungsherstellers Dickies die Skatewelt dominierte. Nunmehr mit der obligatorischen Bundfalte, die schon nach zwei Wäschen nicht mehr ernst genommen wurde.
Heute bieten viele weitere Labels, Lands’ End Canvas natürlich auch, die praktischte Hose der Welt an. Und lehnen sich damit auch gegen die Penetrierung der Röhrenjeans auf. Und das ist gut so. Schließlich war es höchste Zeit für eine neue Beinfreiheit!

Lands’ End Canvas

(Bildquellen: ivy-style.com, wallpaper.com, mrsgorman.com, gala.de)

Unser Apostroph: Der menschliche Makel


Es kommt nicht gerade selten vor, dass wir gefragt werden, warum der Apostroph in Lands’ End nicht vor dem “s” stehe. Ehrlich gesagt, uns fällt diese fehlerhafte Schreibweise – sollte es doch eigentlich Land’s End heißen – auch nicht immer leicht. Aber man gewöhnt sich ja an so vieles. Trotzdem soll an dieser Stelle und nicht zuletzt eine Woche vor unserem großen Lands’ End Canvas-Launch einmal öffentlich dazu Stellung bezogen werden. Die Erklärung ist denkbar unspektakulär: Es war ein (Druck-)Fehler der Sechziger. Und blieb bis heute einer. Weil Unternehmensgründer Gary C. Comer es sich in den Anfangsjahren schlicht nicht leisten konnte, das falsch bedruckte Werbematerial zurückzuziehen. Unsere Englischlehrer mögen dabei laut aufschluchzen. Aber wir haben uns auf diese Weise auch ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen, ganz unbeabsichtigt. Und doch so menschlich. Das war auch schon die ganze Geschichte.

Lands’ End Canvas

Inspiration Day: Steve McQueen – the cool kid in town

Steve McQueen spielte wie kein anderer amerikanischer Schauspieler seiner Klasse, der Klasse der Sechziger und Siebziger, den kühlen Krieger im Kampf für mehr Gerechtigkeit. Ein Ziel, bei dem er öfters auf der Flucht war, als dass er irgendwo ankam. Denn McQueen war Thomas Crown, Bullitt und einer der Glorreichen Sieben. Die eigene Biographie war seinen Rollen dabei nicht immer fremd. Als Mitglied von Jugendgangs und nach einigen Jahren in einem Heim für schwer erziehbare Jungs und bei den US-Marines kannte der Oscar-Nominierte die rauen Seiten des Lebens zu gut und konnte diese Erfahrungen wie kein anderer verkörpern – z.B. bei seinem Debüt in “Eine Handvoll Dreck”.
Übrigens: Verheiratet war McQueen fünf Jahre lange mit Ali MacGraw, die schon einmal bei “Love Story” Erwähnung fand, und wie unser anderer “Inspiration Day”-Protagonist Paul Newman war McQueen begeisterter Motorsportler. Im Gedächtnis wird Steve uns aber vor allem wegen seines einzigartigen Stilempfindens bleiben: mit den perfekt sitzenden Anzügen (als Thomas Crown) oder den eng anliegenden Shirts, die seine sportlich-maskuline Figur betonten. Zum Nachschlagen: Schirmer & Mosel hat Stilikone Steve McQueen einen Bildband gewidmet.

Lands’ End Canvas

(Bildquellen: IMDB.com)

Stilgeschichte: Das Flanellhemd – alles außer kleinkariert.

Wir wollten als Kind schon lieber Cowboy und Cowgirl spielen als uns Federn ins Haar stecken und mit Tomahawk zum Kinderfasching. Und was trägt der moderne Mittelwestler von heute? Ebenfalls Jeanshemd oder Karohemd, zwei locker-legere Arten der Oberbekleidung, die Kragenweite besitzen und unverzichtbare Basics in jedem Kleiderschrank sind. Das zweite, das Karierte, schon etwas länger. Es begleitet uns quasi seit unseren musikalischen Anfängen in den späten Achtzigern und frühen Neunzigern, zumindest denen vieler von uns: dem Grunge und Punkrock. Allen voran Kurt Cobain im großflächigen Quadrat-Format – als Konterpart zum Kleinkarierten der Banker und Popper, das auch heute wieder getragen wird. Meist von denen, die ihre Kleidungseinkäufe bevorzugt bei Urban Outfitters oder den großen Denimlabels tätigen. Unabdingbar für jedes Karohemd ist allerdings der grobe Flanellstoff, vor allem in den kalten Wintern Nordeuropas. Als treue Begleiter gelten außerdem Jeans und Chucks, immer noch. Für die Damen ganz besonders reizvoll diese Saison: derbe Schnürboots mit Lammfell und Blockabsatz. Denn in diesem Gesamtlook bekommt jede feine Dame etwas Holzfäller-Charme. Und der zog schon früher im Kindergarten.

Lands’ End Canvas

(Bildquellen: Rachel Bilson: instyle.de, Katie Holmes: picapp.com, Colin Farell: gala.de, Kurt Cobain: stylefrizz.com)

Lands’ End Canvas | Sneak Preview Herbst-Kollektion

Filmtipp: American Graffiti (1973)

Keine Jedi-Ritter ohne Halbstarke: George Lucas Coming-of-Age-Klassiker mit dem gerühmten Rock’n'Roll-Soundtrack über vier Freunde und eine Nacht ermöglichte vier Jahre erst später den Science-Fiction-Epos, da Lucas mit den Einnahmen des Überraschungserfolges “American Graffiti” seine Firma Lucasfilm Ltd. ausbauen konnte. Mitverantwortlich für den Hype um den Film war auch, dass Lucas beim Drehbuch-Schreiben aus seinen eigenen Lebenserfahrungen schöpfen konnte. Denn die Story basiert auf demselben Kleinstadt-Szenario im Jahre 1962, das auch der 28-jährige Regisseur in seiner Jugend tagtäglich erlebt hatte: mit all dem Zeitvertreib im Drive-in; nicht ohne das erste Auto, einen Chevy, der gegen die VW Golfs von heute bei weitem brilliert.
Doch uns gefallen nicht nur die heißen Schlitten, mit denen – fast vierzig Jahre bevor es “The Fast & The Furious” auf die Leinwand schaffte – wilde Rennen veranstaltet wurden, sondern auch die braven Popper-Frisuren, die Karohemden und die großartigen Penny-Loafers, die sich heute wieder unter das modische Fußvolk der Metropolen mischen. Die Sixties waren nie cooler!

Lands’ End Canvas

(Bildquellen: 411mania.com, imdb.com)

Stilgeschichte: Grand Slam des Tennis Chic

Wem Golf zu Posh ist und Fußball zu Bourgeoise, der greift vielleicht wieder zum Tennisschläger, um seiner Kindheitsaktivität neues Leben einzuhauchen. Ist ja auch alles eine Stilfrage beim Sport, Körperkultur sozusagen. Und wohl keine Sportart bringt – so schon im Great Gatsby – eine derart aparte Kleidung (das kürze, gestärkte Falten-Röckchen der Frau und der weiß-blaue Pullunder mit V-Ausschnitt beim Mann als nur zwei Beispiele von vielen) mit sich wie das Spiel mit dem neongelben Filzball. Auch wenn die deutsche Fußballnationalmannschaft sich in den jüngsten Jahren gerne in körperbetonte Trikots hüllt. Das nutzen auch immer mehr Lifestyle-Zeitschriften wie GLAMOUR, um sich für ihre Editorials inspirieren zu lassen oder diese direkt auf dem Court zu shooten.
Zurück geht die Tennismode auf René Lacoste, einen französischen Spieler mit festem Platz in der “Hall of Fame des Tennis”, der schon als 25-Jähriger seine Karriere beendete, um 1933 ein Mode-Imperium zu begründen, das sein populäres Polohemd mit dem Krokodil massenproduzierte. Noch heute bleibt die Marke dem sportlichen Style treu, obgleich dieser inzwischen deutlich farbenfroher ausfällt.
Wir lieben ihn trotzdem ganz in Weiß, passend zur kommenden Frühjahrsmode, die zuletzt auf den Laufstegen von Paris und Mailand gezeigt wurde! Denn diese Farbe ist auch kennzeichnend für einen Sport mit einer blütenreinen Weste – ganz frei von Skandalen (im Gegensatz zum Renn- oder Radsport). Außer vielleicht denen, dass unser Jugendidol Andre Agassi seine werdende Kahlheit jahrelang verheimlichte oder dass Ashley Harkleroad sich für den Playboy auszog.

Lands’ End Canvas

(Bildquellen: stylefrizz.com, dailymail.co.uk, urbanpeanut.wordpress.com)

Inspiration Day: Indian Summer, back to nature.

In diesen Tagen würden wir gerne in New England verweilen. Zwar ist es in diesen Tagen auch bei uns angenehm mild, doch der Herbst entfaltet nirgendwo anders eine schönere Farbpracht als in Nordamerika bei Temperaturen von um die 20 Grad. Zudem klingt “Indian Summer” doch wesentlich exotischer als die Bezeichnung für die Warmwetter- Periode hierzulande (“Altweibersommer”). Und liefert in seiner Farbgebung einmal mehr eine Stilvorlage für die beliebtesten Farben im Herbst 2010: Dunkelrot, Olive und Goldgelb als entferntes Äquivalent zu Camel. Wir wünschen viel Spaß beim Sonnigen-durchs-Laub-schlendern, wo auch immer!

Lands’ End Canvas

(Bildquellen: happy-art.ch)

Hide&Seek mal anders!

Da unser Hide&Seek bisher die Berliner bevorzugte, möchten wir diese Woche allen die Möglichkeit bieten, ein Outfit-Paket zu gewinnen! Was ihr dafür tun müsst? Einfach die folgende Frage beantworten:
Welcher Vertreter des Preppy-Styles wurde von Richard Nixon auf seine berühmte “Feindesliste” gesetzt?

Die Antwort könnt ihr bis Sonntag entweder hier oder auf Facebook posten. Der Gewinner wird unter allen richtigen Antworten ausgelost.

Kleiner Tipp: Der gesuchte Herr wurde in einem früheren Blogbeitrag bereits erwähnt.

Viel Erfolg!